Herbstweide fit machen: So bleibt dein Elektrozaun auch im Herbst sicher
Der Herbst bringt auf den Schweizer Weiden entscheidende Veränderungen mit sich: Sinkende Temperaturen, nasse Böden, fallendes Laub und aufgeweichter Untergrund stellen Mensch, Tier und Material vor Herausforderungen. Wenn im Spätherbst die Vegetation zurückgeht und der Bewuchs feuchter wird, steigt das Risiko von Spannungsverlusten am Zaun drastisch an.
Damit deine Pferde, Rinder, Schafe oder Ziegen auch im Herbst und Vorwinter sicher auf der Weide bleiben, gilt es jetzt, die Zaunanlage auf Herz und Nieren zu prüfen. Mit der richtigen Kombination aus hochwertigem
Leitermaterial
, robusten
Isolatoren
und dem passenden
Weidezubehör
machst du deinen Elektrozaun Herbstfest.
1. Die richtigen Leitermaterialien im Vergleich
Im Herbst verschlechtern sich die Lichtverhältnisse spürbar. Nebel, Dämmerung und Regen sorgen dafür, dass Tiere Hindernisse schlechter wahrnehmen. Je nach Tierart und Zaunlänge kommen unterschiedliche
Leitermaterialien
zum Einsatz:
Weidezaun-Bänder (20 mm bis 40 mm)
- Einsatz: Ideal für die Pferdehaltung sowie Kälber aufgrund der gut sichtbaren Aussenbegrenzung.
- Vorteil: Hohe optische Warnwirkung bei Nebel und Dämmerung.
- Herbst-Tipp: Nutze winddurchlässige Gewebe und hochwertige Bandisolatoren , um ein Scheuern und Flattern bei Herbststürmen zu verhindern.
Weidezaun-Litzen: Gedreht vs. Geflochten
Gedrehte (gezwirnte) Litzen:
- Aufbau: Die Kunststofffäden und Metallleiter werden spiralenförmig umeinander gedreht (miteinander verzwirnt).
- Eigenschaften: Sehr preiswert und flexibel.
- Herbst-Nachteil: Bei häufigem Auf- und Abwickeln oder starkem Herbstwind können sich die Einzelfäden lockern. Reisst ein Faden, ribbelt sich die gedrehte Litze schneller auf, wodurch einzelne Leiterdrähte abstehen und den Kontakt verlieren.
Geflochtene Litzen:
- Aufbau: Die Fäden und Metallleiter werden kreuzweise miteinander verflochten (ähnlich einem Seil im Kleinformat).
- Eigenschaften: Extrem formstabil, scheuerfest und reissfest.
- Herbst-Vorteil: Die eingewobenen Leiterdrähte bleiben dauerhaft fixiert. Selbst bei stürmischem Wetter oder mechanischer Belastung bleibt der Stromkontakt zuverlässig erhalten.
Leiter-Materialien im Blick:
Standard-Edelstahldrähte sind zwar langlebig, leiten Strom aber schlechter als Kupferleiter. Leistungsstarke Serien wie
Hauptner HighLine
oder
PremiumLine
kombinieren dickere Edelstahlleiter für die mechanische Festigkeit mit Kupferleitern für maximale Leitfähigkeit – unumgänglich bei langen Zäunen im feuchten Herbst!
Zum Litzen-Sortiment »
Weidezaun-Seile (Dickere Kordeln)
Einsatz:
Dauerhafte Koppelabtrennungen, Pferde- und Rinderweiden.
Vorteil:
Durch den Durchmesser von 6 mm bis 8 mm bieten Seile eine deutlich höhere Sichtbarkeit als Litzen, sind windstabil und weisen extrem hohe Bruchlasten auf. Sie hängen auch bei nasskaltem Wetter nicht so leicht durch wie Bänder, haben ein hohes eigengewicht und erfordern deutlich mehr Feste Pfähle.
Zum Sortiment »
Draht & Glattdraht (Permanentzäune)
Einsatz:
Dauerhafte Festzaunanlagen für Rinder, Schafe oder Wildabwehr.
Vorteil:
Nahezu widerstandsfrei in der Stromleitung, absolut sturmfest und wartungsarm. Werden jedoch eher schlecht erkannt und gesehen, die optische Wirkung ist am schlechtesten.
Zum Sortiment »
2. Professionelle Zaunreparatur: Warum Knoten den Zaun zerstören
Ein häufiger und fataler Fehler auf der Herbstweide: Gerissenes oder abgetrenntes Leitermaterial wird schnell von Hand miteinander verknotet.
Das Problem mit Knoten:
- Funkenbildung (Lichtbögen): Durch die lose Verbindung entstehen mikroskopische Funkenübersprünge, die das Kunststoffgewebe verbrennen und die feinen Leiterdrähte schmelzen.
- Widerstandsnetz: Ein Knoten erhöht den elektrischen Widerstand um ein Vielfaches. An dieser Stelle geht massiv Hütespannung verloren.
- Spannungsabfall auf der gesamten Länge: Hinter dem Knoten fällt die Spannung oft unter die kritischen 2.000 bis 3.000 Volt ab.
- Kontaktsicherheit: Durch das einfache verknoten steigt die wahrscheinlichkeit das nicht mehr alle Drähte mit Strom versorgt werden, zudem kann durch Funkenbildung die Verbindung noch mehr abnehmen und kann bis zu einem unleitenden Draht enden.
So reparierst du richtig:
- Verwendung von mechanischen Verbindern: Nutze metallische Bandverbinder , Seilverbinder oder Litzclip®-Klemmen . Sie pressen die Leiterdrähte ohne Werkzeug fest aneinander.
- Kupfer- & Edelstahlverbinder kombinieren: Achte darauf, dass das Material des Verbinders zum Leiter passt (verzinkt, Edelstahl oder Messing), um galvanische Korrosion im feuchten Herbstwetter zu vermeiden.
- Zaunspannung wiederherstellen: Vermeide es, gerissenes Band mit Gewalt zu ziehen – setze lieber ein kurzes Reststück Leitermaterial mit zwei Verbindern dazwischen.
3. Die richtigen Isolatoren: Schutz vor Fehlableitungen & Spannungsabfall
Feuchtigkeit ist einer der grossen Feinde des Elektrozauns: Nass gewordenes Holz, dichtes Unterholz oder beschädigter Kunststoff leiten Strom in den Boden ab.
- Ring- & Bandisolatoren kontrollieren: Prüfe im Herbst alle Isolatoren auf Risse oder Haarsprünge. Durch Feuchtigkeit kann Strom über mikroskopisch kleine Risse im Kunststoff in die Pfosten abfliessen.
- Eckisolatoren verwenden: An Ecken und Toröffnungen wirken extrem hohe Zugkräfte – besonders, wenn nasse Zäune schweren Herbststürmen standhalten müssen. Stabile Eckisolatoren verhindern, dass sich das Material in das Holz frisst oder ausreisst.
- Abstandsisolatoren bei Hecken und Bewuchs: Um zu verhindern, dass nasses Gebüsch oder nachhängende Äste das Leitermaterial berühren, sorgen Abstandsisolatoren für die nötige Distanz.
4. Unverzichtbares Weidezubehör: Fehlersuche & Herdenschutz
Erst durch das richtige Zubehör lässt sich die Zaunanlage im Herbst schnell warten und gegen externe Gefahren schützen:
- Das Fehlersuchgerät (Zaun-Kompass): Wer kilometerlange Zäune im Herbstregen nach Kurzschlüssen oder Ableitungen absuchen muss, verliert ohne Spezialwerkzeug schnell die Geduld. Ein modernes Digital-Fehlersuchgerät misst nicht nur die Spannung, sondern zeigt mit Pfeilen auf dem Display exakt die Richtung an, in der der Fehler (z. B. ein abgebrochener Ast oder ein defekter Isolator) liegt. Das spart Stunden an Laufarbeit!
- Foxlights-Blitzlichter für den herbstlichen Herdenschutz: Wenn im Herbst die Tage kürzer werden und Wildtiere wie Wölfe oder Füchse verstärkt auf Nahrungssuche gehen, steigt das Risiko von Übergriffen. Foxlights sind lichtgesteuerte Warnlichter, die sich bei Dämmerung automatisch einschalten. Sie simulieren die Anwesenheit einer patrouillierenden Person und schrecken Wild und Raubtiere effektiv ab – ideal zur Ergänzung von Zaunanlagen und Herdenschutznetzen.
- Feuchte Böden nutzen (Erdung prüfen): Obwohl feuchte Herbstböden Strom gut leiten, nützen sie nichts, wenn die Erdungsstäbe verrostet oder zu kurz sind. Investiere in rostfreie Erdstäbe und hochspannungsfeste Erd- und Zaunanschlusskabel .
- Zaunschalter einbauen: Ein montierter Zaunschalter ermöglicht es dir, einzelne Koppeln stromlos zu schalten und schnell zu reparieren, ohne zum Weidezaungerät zurückzulaufen. Wenn du ein neues Weidezaungerät brauchst infomiere dich doch auch über unsere Smarten Geräte.
- Warnschilder anbringen: Warne vorbeigehende Spaziergänger, Wanderer und Menschen das dein zaun unter Strom steht.
Zum Sortiment »
Alles für die professionelle Aufrüstung und Reperatur deines Weidezauns findest du direkt bei uns auf
hauptner.ch
!