Spaziergänge mit dem Hund in der Dunkelheit

Von Hauptner

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Der tägliche  Spaziergang mit dem Hund ist eine Wohltat für das Tier und für den Hundebesitzer. Die frische Luft und der Ausgang halten den Hund und seinen Besitzer fit. Im Winter macht nicht nur die Kälte den beiden zu schaffen, sondern auch die Dunkelheit. Die schlechte Sicht ist eine Gefahr, die es mit einfachen Mitteln und einer guten Ausrüstung zu verringern gilt. Worauf beim Spaziergang im Winter zu achten ist, welches   hilfreich ist und was die  Dunkelheit für die Hunde bedeutet , zeigt der nachfolgende Artikel.


Wie reagieren Hunde auf die Dunkelheit?

Bei Hunden ist das  Sehvermögen - im Vergleich zum menschlichen Sehvermögen - etwas eingeschränkt. Vor allem ein gelb-grünes Farbspektrum nehmen die Vierbeiner im Hellen wahr. Zudem sind die Seh- und die Tiefenschärfe deutlich schlechter ausgeprägt als beim Menschen. In der Dunkelheit ist die Sehkraft des Hundes genauso schlecht wie beim Menschen. Dafür werden die anderen Sinne geschärft wie zum Beispiel der  Geruchs- und der Gehörsinn . Der Grund dafür liegt in der Evolution, als die Tiere ihre Beute in der nächtlichen Dämmerung besser angreifen konnten.

Ein  Vorteil der Vierbeiner ist, dass sie das Restlicht nutzen können: Das einfallende Licht wird in den Hundeaugen reflektiert, sodass der Lichtstrahl gleich  doppelt das Auge streift . Dies gilt allerdings nur bedingt. Bei völliger Dunkelheit müssen sich die Hunde beim Spaziergang auf ihre anderen Sinne konzentrieren. Das Problem daran ist, dass sie die völlige Dunkelheit nicht gewohnt sind. Dies führt unter Umständen zu einem  Moment des Erschreckens , wenn ein anderes Tier auf dem Gehweg erscheint oder etwas im Gebüsch raschelt. Der Hund ist womöglich ängstlich, was ein guter Hundebesitzer sofort bemerkt. Er beruhigt den Hund und gibt ihm zu verstehen, dass er ausser Gefahr ist.


Diese Gefahren bestehen im Dunkeln

Im Dunkeln lauern für den Vierbeiner viele Gefahren, die er nur schwer einschätzen kann. Insbesondere bei völliger Dunkelheit ist das Tier  auf seine anderen Sinne und auf den Hundebesitzer angewiesen.

Die wohl grösste Gefahr stellen  heranfahrende Autos oder Radfahrer dar. Umso wichtiger ist es, dass Mensch und Tier gut sichtbar gekleidet sind.

Neben anderen Menschen und Hunden, die einen Spaziergang unternehmen, sind im Winter zu früher Abendstunde andere Tiere unterwegs. Ungewohnte Geräusche und Gerüche sorgen für Stress beim Vierbeiner. Beruhigende Worte vom Hundebesitzer wirken dann wahre Wunder. Gefährlicher wird es, wenn andere Tiere aufgeschreckt und der  Jagdinstinkt des Hundes geweckt wird. Darum ist er immer an der Leine zuführen, um in der Dunkelheit angemessen reagieren zu können.

Hindernisse auf dem Weg erkennt der Hund nur bedingt. Am besten ist es, wenn der übliche Weg für den Spaziergang genommen wird. Diese Strecke kennt das Tier bereits aus dem Hellen und orientiert sich daran.

Schwierig wird es, wenn dem Hund einen  Moment des Erschreckens widerfährt. Unter Umständen kann es vorkommen, dass das Tier immer an dieser Stelle ängstlich wird. Gutes Zureden und Streicheleinheiten beruhigen den besten Freund des Menschen.


Worauf ist beim Spaziergang im Winter zu achten?

Beim Spaziergang im Winter ist darauf zu achten, ob der Hund Angst vor der Dunkelheit hat:

Wie verhält er sich, wenn es draussen dunkel wird?

Langsames Herantasten und die Benutzung der gleichen Wege lassen den Vierbeiner an die ungewohnte Situation gewöhnen.

Da der Winter sehr kalt ist, ist  warme Kleidung für beide angesagt. Noch bevor es nach draussen geht, wird der Wetterbericht überprüft. Sind die Strassen glatt, sollte der Spaziergang im Winter verschoben oder verkürzt werden. Schneit es draussen oder herrschen eisige Temperaturen, sind Hundeschuhe und eine warme Decke ratsam. Noch wichtiger ist es,  reflektierende Kleidung anzuziehen. So gewährleistet Herrchen oder Frauchen, dass die   gegeben sind.

Am besten wird der Vierbeiner auf dem Gehweg an der Leine geführt, sodass er kaum in Richtung Strasse laufen kann. Ein Spaziergang mit der langen Laufleine ist im Dunkeln nicht zu empfehlen, da der Hundebesitzer weniger Reaktionszeit besitzt. Im Ernstfall entscheiden Sekunden und können das Schlimmste verhindern.


Das passende Equipment gegen die Dunkelheit im Winter

Ein Vorrat an  passendem Equipment für den Winter ist wichtig, um stets vorbereitet zu sein.

Zu einer  Grundausstattung gehören:


  • eine Sicherheitsweste mit Reflektoren,
  • ein leuchtendes Hundehalsband,
  • ein Sicherheitsgeschirr,
  • ggf. ein Maulkorb,
  • Safty Pants gegen Läufigkeit
  • und eine wärmende Decke gegen die Kälte.


Eine  Stirnlampe und eine Sicherheitsweste für den Hundebesitzer machen auch den Menschen in der Dunkelheit gut sichtbar.


Fazit

Wer im Winter einen Spaziergang mit dem Hund in der Dunkelheit unternimmt, der sollte einige Dinge beachten:


  • bekannte Wege gehen,
  • helle und warme Kleidung für Hund und Mensch,
  • eine Leine mitnehmen
  • und ein Auge auf Autos, Radfahrer und andere Tiere haben.



Mit einer  guten Ausstattung ist die Sicherheit für das Tier gewährleistet. Diese Dinge sind auch im Sommer wichtig, wenn es spätabends in die Dunkelheit auf einen Spaziergang geht.